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Interview mit Pfarrer Stefan Rexroth

KV PanrodStefan Rexroth
Stefan Rexroth

Pfarrer Stefan Rexroth übernimmt ab 01.05.2017 die Kirchengemeinden Panrod und Hennethal als halbe Pfarrstelle zusammen mit einer halben Stelle in Strinz-Margarethä. Der gebürtige Frankfurter, Jahrgang 1966, brauchte einen langen Atem um zu seiner ersten Pfarrstelle zu kommen, da ihm ein Einstellungsstopp nach dem ersten theologischen Examen 1995 den Einstieg in den Pfarrdienst verwehrte.

Nach der so erzwungenen beruflichen Neuorientierung und mehreren beruflichen Stationen im Verkauf und Projektmanagement sah er eine Chance seinen Traum vom Beruf als Pfarrer doch noch wahr werden zu lassen und legt 2013 sein zweites theologisches Examen ab. Nach einer weiteren Zwischenstation als Geschäftsführer einer Privatschule, wurde Stefan Rexroth dann doch noch von der EKHN als Pfarrer eingestellt.

Im nachfolgenden Interview möchten wir Herrn Rexroth die Möglichkeit geben, sich etwas näher vorzustellen.

Herr Rexroth, herzlich willkommen hier im Taunus in Panrod und Hennethal. Wir freuen uns sehr, dass die Vakanz unserer Pfarrstelle nur so kurz war und wir mit Ihnen einen neuen Pfarrer begrüßen dürfen. Auf was freuen Sie sich am meisten, jetzt wo Ihr lang gehegter Traum von der eigenen Pfarrstelle endlich Wirklichkeit geworden ist?

Ich freue mich besonders darauf, dass ich endlich meinen Traumberuf ausüben und Menschen auf Ihrem Lebensweg ein Stück weit begleiten kann. Dabei möchte ich die Menschen dabei unterstützen, ihren ganz eigenen Glaubensweg zu finden.

Vielleicht könnten Sie sich kurz vorstellen: wo wohnen Sie? Haben Sie eine Familie?

Ich lebe mit meiner Lebensgefährtin in Wiesbaden und habe zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe. Einen Sohn, 21 Jahre alt und eine Tochter, 19.

Haben Sie vor, weiter in Wiesbaden zu wohnen oder werden Sie sich eine Wohnung in einer der drei Gemeinden Panrod, Hennethal oder Strinz-Magarethä suchen?

Im Augenblick ist noch kein Umzug geplant. Es hängt auch ein bisschen davon ab, wie die berufliche Neuorientierung meiner Lebensgefährtin aussieht. Wir werden sehen, wie gut das klappt und dann entscheiden, ob und wohin wir umziehen.

Ein Pfarrer ist in einer Gemeinde eine wichtige Person mit der man meist sehr private Dinge bespricht, in positiven wie in negativen Situationen. Was sollten wir über Sie wissen? Wer ist Stefan Rexroth?

Zunächst darf jeder wissen, dass natürlich alles, was man mir anvertraut auch vertraulich bleibt. Dafür sorgt ja schon die Verschwiegenheitspflicht des Pfarrberufes. Ich bin ein Mensch, der lösungsorientiert und pragmatisch ist. Ich schaue bei Veränderungen immer auf die Chancen, die sich daraus ergeben und nicht auf die eventuellen Probleme. Ich bin auch jemand, der gerne gestaltet. Ich finde Stillstand langweilig und lähmend. Ich habe sehr gerne mit allen Altersgruppen zu tun, vom Säugling bis zum Rentner und finde, dass das gerade das Spannende am Pfarrberuf ist, dass man hier mit Menschen jeden Alters zu tun hat. Mir ist es sehr wichtig, dass man in der Gemeinde etwas von der Liebe Gottes spürt, von der die Bibel spricht und dass der Geist Gottes Raum zur Entfaltung findet.

Welche Rolle hat die Kirche in Ihrem bisherigen Leben gespielt?

Eine sehr große. Mit 14, direkt nach meiner Konfirmation, habe ich damit begonnen, in der Jungschar (Kinder von 8-12) mitzuhelfen. Mit 17 habe ich diese dann alleine geleitet, bis ich 23 war. Ich habe auch im Jugendkreis mitgearbeitet und ab meinem Theologiestudium, das ich mit 20 angefangen habe, auch Bibelstunden geleitet und ab 25 auch regelmäßig Gottesdienste gehalten. Ich war 20 Jahre im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Friedenau-Taunusblick in Frankfurt-Zeilsheim tätig und kenne deswegen auch die „andere“ Seite, die ehrenamtliche sehr gut. Mir war es schon früh sehr wichtig, bei der Verkündigung und Verbreitung des Evangeliums mitzuwirken.

Was ist Ihnen wichtig in einer Kirchengemeinde? Worauf wollen Sie ihren Focus legen? Haben Sie vielleicht schon konkrete Projekte im Kopf?

Der Fokus einer Kirchengemeinde kann eigentlich nur auf einem einzigen Punkt liegen: Das Evangelium von der Gnade und Liebe Gottes zeitgemäß den Menschen zu verkündigen. Dazu gehört, dass diese Gnade und Liebe auch spürbar und erlebbar wird. Außerdem gibt es für alle Gemeinden aktuell aber eine wichtige Aufgabe, die keinen zeitlichen Aufschub duldet. Das ist die Entwicklung eines Konzeptes, wie es mit den Kirchengemeinden nach 2024 weiter gehen soll. Da endet nämlich die aktuelle Pfarrstellenbemessung und alle Karten werden neu gemischt. Wenn man nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden will, muss man jetzt überlegen, wie der weitere Weg konkret aussehen kann, damit wir die Zukunft unserer Gemeinden aktiv selbst in die Hand nehmen. Deshalb möchte ich gerne so bald wie möglich gemeinsam mit den Kirchenvorständen mit der Entwicklung unserer ganz persönlichen Gemeindevision beginnen.

Vielen Dank für das Interview. Wir sind alle sehr gespannt wie sich die Zusammenarbeit mit Ihnen in der Gemeinde aber auch hier im Kirchenvorstand entwickeln wird. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Zeit!

                            StHa, 2017

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